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Auf Initiative der Marburger Feuerwehr haben sich die Sprecher der ehrenamtlichen Kräfte der hessischen Freiwilligen Feuerwehren in einer neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen.

Treffen Sprecher Hessen

 

Das Amt des Sprechers der ehrenamtlichen Kräfte wurde im Jahre 2001 in den hessischen Sonderstatusstädten eingeführt. Ab diesem Zeitpunkt wurden die bis dahin frei gewählten Stadtbrandinspektoren zu hauptamtlichen Leitern der Feuerwehr berufen und mussten somit nicht mehr im Fünf-Jahres-Turnus gewählt werden. Zur Wahrung der basisdemokratischen Struktur der hessischen Feuerwehren wurde daraufhin das Amt des Sprechers der ehrenamtlichen Kräfte geschaffen und im HBKG (Hessisches Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz) verankert. Der Sprecher vertritt die Interessen der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen gegenüber der Leitung der Feuerwehr und dem Magistrat. Mittlerweile hat sich diese Funktion etabliert und hat einen entscheidenden Einfluss auf zahlreiche Fragestellungen, die die Rahmenbedingungen der ehrenamtlichen Arbeit in den Freiwilligen Feuerwehren beeinflussen.

Zu ihrem ersten Arbeitsgespräch und der Gründung einer Arbeitsgruppe trafen sich die hessischen Sprecher der ehrenamtlichen Kräfte der Sonderstatusstädte Ende Januar in Marburg. Derzeit ist dieses das Amt in Fulda, Hanau, Marburg, Rüsselsheim und Wetzlar besetzt. In Bad Homburg vor der Höhe gibt es keinen Sprecher und Gießen hat aufgrund der Berufsfeuerwehr einen Stadtbrandinspektor, der die Interessen der ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden vertritt.

"Der Gedanke, die Sprecher untereinander zu vernetzten, ist in den letzten Monaten gereift" berichtet der Marburger Sprecher Jens Seipp, der das Amt seit 2007 bei der Freiwilligen Feuerwehr Marburg innehat. Nach einem Besuch der Arbeitsgemeinschaft der Sprecher in Nordrhein Westfalen im vergangenen Jahr, führte Seipp erste Gespräche mit allen hessischen Sprechern. In relativ kurzer Zeit war man sich einig, dass eine Vernetzung untereinander als sinnvolle Alternative zu bestehenden Arbeitsgruppen angesehen werden muss. Das erste Treffen in Marburg solle dabei in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Abgleichen der einzelnen Aufgabenfelder sowie weiterer Absprachen dienen.

Schon während der ersten Gespräche wurde klar, dass die einzelnen Aufgaben der Sprecher in den Feuerwehren sehr unterschiedlich ausgestaltet sind. Auch spielt die jeweilige Einstellung Leitung der Feuerwehr vor Ort eine wesentliche Rolle. Das HBKG, so die Kritik der Sprecher, gibt nur in geringem Maße Aufschluss darüber, welche Aufgabenstellungen dem Sprecher der ehrenamtlichen Kräfte zukommt. "Dies kann von Vorteil sein, ist aber auch ein wesentlicher Nachteil wenn es um Verbindlichkeiten in der Aufgabenstellung geht" erläutert Seipp.

Die nächsten Schritte der frisch gegründeten Arbeitsgruppe gehen in verschiedene Richtungen. Eine mögliche Vernetzung mit der bestehenden Arbeitsgruppe der Stadtbrandinspektoren in Städten mit Berufsfeuerwehr AFBF wird derzeit geprüft. Zu diesem Zweck wurde der Marburger Sprecher Jens Seipp beauftragt, mit den Stadtbrandinspektoren Kontakt aufzunehmen, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten. An der nächsten Sitzung der AFBF im April wird Seipp stellvertretend für die Sprecher teilnehmen.

Ein Strategiepapier "Sprecher der ehrenamtlichen Kräfte" soll in den nächsten Monaten erarbeitet werden. Das nächste Treffen der Sprecher der ehrenamtlichen Kräfte wird noch vor den Sommerferien in Hanau stattfinden. In nächster Zeit werden Gespräche mit dem Präsidium des Landesfeuerwehrverbands, den Leitern der Feuerwehr aber auch der Politik über die zukünftige Ausrichtung der Aufgabe des Sprechers der ehrenamtlichen Kräfte angestrebt.

Die hessischen Sprecher vertreten die Interessen von über 2500 Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilungen. Dem sollte in Zukunft auch eine gewisse Gewichtung in verschiedenen Fragestellungen zukommen. Hierzu wird sich die Arbeitsgruppe an den bereits positiv etablierten Strukturen in Nordrhein-Westfalen orientieren.

 

 

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