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Nach den erfolgreichen Lösch- und Belüftungsarbeiten der Feuerwehren am Dienstag, den 24. Juni 2014, Am Richtsberg 88, versuchen die Behörden und Hilfsorganisationen nun, weiter Ordnung in das Leben der 280 Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnhochhauses zu bringen.

26.06.2014

 

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Quelle: Youtube

 

In der Endbilanz haben sich über 430 Helferinnen und Helfer um die Betroffenen des Brandereignisses gekümmert, darunter etwa 230 Feuerwehrangehörige der Stadtteilfeuerwehren sowie der Werkfeuerwehr Behring. Die Struktur der Feuerwehr Marburg mit 16 Standorten in den verschiedenen Stadteilen wirkte sich günstig auf den Einsatzverlauf aus.

Nachdem gegen 5:00 Uhr sämtliche Wehren in Alarmbereitschaft versetzt wurden und sich in ihren Feuerwehrhäusern aufhalten sollten, wurden die notwendigen Einheiten von dort aus in den Bereitstellungsraum "In der Badestube" abgerufen. Die Stadtteilfeuerwehr Marburg-Elnhausen übernahm den Grundschutz im Kernstadtbereich und besetzte die Hauptfeuerwache für eventuelle Parallelereignisse. Gleichzeitig standen für Schadensereignisse in den westlichen Stadteilen die Feuerwehren Hermershausen und Michelbach für die östlichen Stadtteile die Feuerwehren Schröck und Ronhausen in Ausrückebereitschaft. Diese erfolgte für die Außenstandorte über die reguläre Melderalarmierung von zu Hause oder der Arbeit aus.

Im Laufe des Tages, nachdem die Stadtteilfeuerwehren wieder in ihre Unterkünfte einrücken konnten, wurde die Feuerwehr Michelbach gemeinsam mit dem THW zur Ausstattung der Notunterkünfte eingesetzt. Am Abend unterstützten noch frischen Kräfte aus Hermershausen, Schröck und Michelbach die Bewohner und die Polizei bei der Abholung der notwendigen Gegenstände aus den Wohnungen.

"Wie ein Zahnrad, bei dem jedes Element perfekt in das andere greift", beschrieb Oberbürgermeister Egon Vaupel das vorbildliche und disziplinierte Vorgehen aller beteiligten Einsatzkräfte. "Ich danke allen, die mitgeholfen haben, diese akute Notsituation für die Betroffenen etwas erträglicher zu gestalten und hoffe, dass möglichst bald zufriedenstellende Lösungen für alle gefunden werden können."

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf hat die Lösch- und Rettungsarbeiten logistisch und organisatorisch unterstützt. Dabei kam der große Einsatzleitwagen des Kreises (eine rollende Kommando- und Kommunikationszentrale) zum Einsatz. Fachliche und personelle Unterstützung leistete der Landkreis zudem im Bereich der einsatzbegleitenden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie bei der Medienbetreuung am Einsatzort durch die Mobile Pressestelle des Kreises.

Die Leitenden Notärzte und Organisatorischen Leiter Rettungsdienst des Landkreises koordinierten die medizinischen Maßnahmen sowie die Versorgung und den Transport der Verletzten.

Bei der Betreuung und Versorgung der Betroffenen sowie bei der Versorgung der Einsatzkräfte kamen beide Sanitäts- und Betreuungszüge, die im Landkreis Marburg-Biedenkopf stationiert sind, zum Einsatz. Auch das Personal in der Zentralen Rettungsleitstelle des Landkreises wurde kurzfristig aufgestockt, um den Einsatzablauf optimal zu koordinieren.

Landrätin Kirsten Fründt dankte allen Einsatzkräften für ihren engagierten und nicht ungefährlichen Einsatz. Besonders beeindruckt war sie von der reibungslosen Zusammenarbeit der Einsatzkräfte. "Bei Einsätzen in dieser Dimension zeigt sich, wie wichtig regelmäßige Übungen sind, bei denen das Zusammenspiel verschiedener Organisationen trainiert wird." Für die Landrätin ist es selbstverständlich, dass der Kreis und die Universitätsstadt auch in solchen Situationen eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen.

Studentenwerk, Polizei, Ordnungsamt, Feuerwehr und Rettungsdienst stehen weiterhin im engen Kontakt, damit die Einschränkungen für die Betroffenen im erträglichen Rahmen bleiben.

Die Philipps-Universität Marburg hebt für ihre Studierenden hervor:

"Als Universität ist es uns besonders wichtig, dass die vom Brand betroffenen Studierenden auch in dieser Ausnahmesituation das Sommersemester erfolgreich abschließen können", erklärt Prof. Dr. Harald Lachnit, Vizepräsident für Studium und Lehre. Daher sei das Präsidium der Philipps-Universität bereits auf die Prüfungsausschüsse der Fachbereiche mit der Bitte zugegangen, vorhandene Handlungsspielräume und Härtefallregelungen zugunsten der Studierenden auszuschöpfen. "Für solche gravierenden Einschnitte in die Studiensituation sind zum Beispiel ein wohlwollender Umgang mit versäumten oder zu verschiebenden Prüfungen, Nachholmöglichkeiten für versäumte Pflichttermine bei Lehrveranstaltungen sowie Fristverlängerungen für Abschlussarbeiten denkbar", führt er aus. "Die Universität ist bestrebt, passende Lösungen anzubieten, damit die Betroffenen nach dem Schreck über den Brand und den Unannehmlichkeiten der provisorischen Wohnsituation nicht auch noch das Semester abschreiben können". Abschließend zeigte sich der Vizepräsident froh darüber, dass durch den beherzten Einsatz der Rettungskräfte das Schlimmste verhindert worden sei.

Der Geschäftsführer des Studentenwerks Marburg, Dr. Uwe Grebe, wandte sich schließlich in einem offenen Brief vom 25.06.2014 besonders auch an die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner des geschädigten Hauses: "Wir werden alles daran setzen, Ihre aktuellen Wohn- und Lebensverhältnisse so gut wie möglich zu gestalten und mit allen Kräften daran arbeiten, die Bewohnbarkeit Ihrer Wohnungen so schnell wie möglich wieder herzustellen."

Dafür konnten z.B. 34 Wohneinheiten des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) gewonnen werden. Die Bedienstetenwohnungen in verschiedenen Größen werden betroffenen Familien zur Verfügung gestellt.

Im Wohnhochhaus selbst haben die Gutachter ihre Arbeit aufgenommen, um eine Schadeneinschätzung und einen Zeitplan für eine Wiederinstandsetzung vorzubereiten. Nach wie vor ist das Gebäude für die Bewohnerinnen und Bewohner gesperrt. Ein Zutritt ist momentan nur über den Hausmeister möglich.

Die Hotline des Studentenwerks Marburg 06421 / 296-142 und das Bürgertelefon der Feuerwehr 06421 / 201-9900 unterstützen auch weiterhin die Bewohnerinnen und Bewohner bei akuten Fragestellungen.

 

 

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