Am Samstag, 26. September wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Marburg gegen 23:30 Uhr zu einem Feuer in einem Wohnhaus im Marburger Stadtgebiet gerufen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen mehrere Hausbewohner an ihren Fenstern und machten auf sich aufmerksam.

Sofort wurden über die Drehleiter der Feuerwehr Rettungsmaßnahmen eingeleitet und alle noch im Gebäude befindlichen Personen konnten in Sicherheit gebracht werden.

Insgesamt wurden sechs Personen gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Fünf von ihnen wurden nach Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Klinikum gebracht. Parallel zur Menschenrettung wurde die Brandbekämpfung über einen Innenangriff unter Atemschutz eingeleitet.
Da das Feuer schnell auf den Dachstuhl übergriff, mussten diese Maßnahmen auf Grund der Einsturzgefahr abgebrochen werden und die Brandbekämpfung wurde über zwei Drehleitern von außen mit zwei Wenderohren fortgesetzt. Insgesamt waren zehn Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Nach gut einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle.
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Die komplexe Dachstruktur des Gebäudes erschwerte jedoch den Zugang zu noch vorhandenen Glutnestern und so wurde die erst am Vormittag offiziell an die Feuerwehr übergebene aber noch nicht in Dienst gestellte Drehleiter an die Einsatzstelle geholt. Der abneigbare Korbarm ermöglichte einen besseren Zugang zu den einzelnen Bereichen auf dem Dach.
Die Korbbesatzung wurde hierbei von der Drohne der Feuerwehr unterstützt, die per Wärmebildaufnahme die Glutnester und kleinere immer wieder aufflammende Feuer lokalisierte.
Gegen 5 Uhr am Sonntagmorgen konnte der Einsatz beendet werden. Im Einsatz waren der erste und zweite Zug der Freiwilligen Feuerwehr Marburg Mitte, die Freiwilligen Feuerwehren aus Marbach, Ockershausen, Cappel, Wehrda, die Drohneneinheit aus Michelbach, die Presse- und Medien-Einheit aus Moischt der Einsatzleiterdienst der Feuerwehr Marburg sowie Rettungsdienst und Polizei mit insgesamt 100 Einsatzkräften und 35 Fahrzeugen.
Auf Grund der Schäden durch das Feuer und das aufgebrachte Löschwasser ist das Haus derzeit unbewohnbar. Die Bewohner werden durch die Stadt Marburg untergebracht. Über die Brandursache ist aktuell noch nichts bekannt.














